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Infrastruktur Fernstraßen

Infrastruktur der Zukunft in Sachsen - Fernstraßenverbindungen

Die überregionale Verkehrsinfrastruktur in Sachsen ist durch historisch gewachsene Straßenverbindungen geprägt. Diese historischen Verbindungen reichen bis in die frühe Besiedlungszeit unserer Region zurück. Hier seien z. B. die Via Imperii als Nord-Süd-Verbindung und die Via Regia als West-Ost-Verbindung genannt. Diese historischen Verkehrsverbindungen haben den Status Sachsens als Transitland für Verkehrsströme begründet.

Darstellung der vorhandenen Situation

In den letzten einhundert Jahren ist der Verkehr stetig gewachsen. In der Folge sind weitere, für den überregionalen Verkehr bedeutende Straßenverbindungen geschaffen worden (z. B. die Bundesautobahnen A 4, A 13, A 14, A 17 und A 72).

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Globalisierung der Wirtschaft hat Sachsen seinen Status als Transitland gefestigt, was sich in stetig steigenden Verkehrsbelegungszahlen, insbesondere des Schwerverkehrs, auf den Autobahnen zeigt. Der Globalisierungsprozesses der letzten Jahre führte zu einem weltweiten Anstieg des Güterverkehrs, insbesondere des See- und Luftverkehrs. Somit ist im Güterverkehr zunehmend die Tendenz zu einer Verknüpfung verschiedener Verkehrsarten erkennbar, deren Abschluss in aller Regel der Straßenverkehr bildet.

Der Ausbau der überregionalen Fernstraßen (insbesondere der Bundesautobahnen) erfolgte den aktuellen Anforderungen entsprechend.

Im Zuge der europäischen Entwicklung, insbesondere der Erweiterung der EU in Richtung Osten und Südosten sind die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur weiter gestiegen. So ist bereits heute erkennbar, dass  in absehbarer Zeit die vorhandenen Fernstraßen an ihre Kapazitätsgrenze kommen.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Situation?

Wirtschaftsunternehmen wickeln einen Großteil des regionalen und überregionalen Güterverkehrs auf der Straße ab. Daher stellt die Existenz leistungsfähiger Straßennetze, insbesondere Bundesautobahnen, in unmittelbarer Nähe der Unternehmen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung dar.

Für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens ist eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mit Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten (See-, Wasser-, Schienen- und Straßenverkehr) notwendig.

Neben dem weiteren Ausbau der Bundesautobahnen A 4, A 14 und A 13 (6- bzw. 8-streifig) sowie dem zügigen Weiterbau der A 72 sind auch intelligente verkehrsorganisatorische Maßnahmen (z. B. Verkehrslenkung unter Nutzung der Verkehrstelematik, zeitweilige Nutzung von Standstreifen) notwendig, um den Verkehr gleichmäßig zu verteilen.

Die Schaffung zusätzlicher grenzüberschreitender Verbindungen im Zuge von Bundesfernstraßen, insbesondere nach Tschechien, kann ebenfalls zur Entlastung der vorhandenen Verkehrswege beitragen.

Zur Erschließung des regionalen Raumes sollte ein 3-streifiger Ausbau der vorhandenen Bundesfernstraßen in Betracht gezogen werden, bei dem wechselseitig 2 Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen.

Nur mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur kann eine wirtschaftliche Entwicklung erfolgen. Wenn diese Ausbaumaßnahmen nicht ergriffen werden, so ist absehbar, dass eine Abwanderung der Wirtschaftsunternehmen in besser erschlossene Regionen die Folge ist

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