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Stadtumbau - Wiederbelebung der Innenstädte

Europa- und bundespolitische Rahmenbedingungen

`Schrumpfende Städte (shrinking cities ) widersprechen dem seit der industriellen Revolution gewohnten Bild der `boomtown´, einer von stetigem wirtschaftlichen und demografischen Wachstum geprägten Stadt. Schrumpfende Städte erzwingen ein Umdenken sowohl im Hinblick auf traditionelle Vorstellung der `Europäischen Stadt´ als auch auf die Entwicklung urbaner Strukturen unter dem Diktat des demografischen Wandels. Die durch die Schrumpfung verursachten einschneidenden Veränderungen stellen deshalb nicht nur eine ökonomische und soziale, sondern auch eine kulturelle Herausforderung dar. Schrumpfung ist mit der entstehenden Vielzahl von Problemen städtebaulich äußerst schwierig zu steuern. Es werden Stadttypen entstehen, für deren Eigenart bisher weder Vorstellungsbilder noch Gebrauchsformen existieren.´

Dies ist ein punktuell ergänztes Presse-Resümee des Projektes `Schrumpfende Städte´, ein von 2002 - 2005 vorrangig im Raum Leipzig / Halle durchgeführten Initiativprojektes der Kulturstiftung des Bundes.

Die oben skizzierten negativen Rahmenbedingungen erfordern eine Neuorientierung im Städtebau. Zusammen mit Ländern, Städten, Gemeinden und Verbänden sowie allen Interessierten will sich die Bundesregierung mit der Offensive `Nationale Stadtentwicklungspolitik´ der Aufgabe stellen.

Die Nationale Stadtentwicklungspolitik ist nicht die erste Neuausrichtung von Stadtentwicklungspolitik.

Dem Aufruf `Rettet unsere Städte jetzt´ des Deutschen Städtetages 1970, der eine elementare Kritik an Fehlern in der Stadtentwicklung zum Gegenstand hatte, folgte 1975 die europäische Initiative zum `Denkmalschutzjahr´. Schon damals wurde der Prozess sich veränderter Haltungen gegenüber dem kulturellen Erbe der Städte und dem historischen Baubestand bemängelt.

Die `Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt´, anlässlich eines informellen EU-Ministertreffens am 24.05.2007 in Leipzig verabschiedet, fordert die Verankerung der integrierten Stadtentwicklungspolitik auf nationaler Ebene.

Hierbei werden zwei elementare Schwerpunkte genannt:

  • Stadtentwicklungspolitik muss sich schnell an die Veränderungen in den Städten anpassen. Sie bedarf einer kontinuierlichen Qualifizierung (Fortschreibung).
  • Das öffentliche Bewusstsein für Belange der Stadtentwicklung ist zu sensibilisieren und die Partizipation von privatem Engagement am Stadtentwicklungsprozess zu fördern. Eine Projektreihe `best practices´ soll hierbei umgesetzte oder in Umsetzung befindliche  Innovationen aufzeigen.

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