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Geodaten

Offene Geodateninfrastrukturen als Basis für neue Geschäftsfelder der Geoinformationswirtschaft

Geoinformationen und Geoinformationssysteme haben fast unmerklich in allen Bereichen der Wirtschaft und in den Privathaushalten Einzug gehalten. Die Nutzung von Google Maps für die Urlaubsplanung ist heute genau so selbstverständlich wie der Einsatz von Navigations- und Flottenmanagementsystemen.

Derzeit stellt die Geoinformationswirtschaft ein Marktvolumen von ca. 100 bis 200 Mio. Euro, das bisher von einigen wenigen Marktteilnehmern nur teilweise erschlossen wird. Für die nächsten Jahre werden zweistellige Wachstumsratenprognostiziert. Die Systeme, aber auch der Content für solche Systeme, werden jedoch in der Mehrzahl durch global agierende Großunternehmen bereitgestellt.

Die Struktur der sächsischen Geoinformationswirtschaft ist durch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Einzelunternehmer aus den freien Berufen geprägt. Hemmnisse bei der Erschließung der Wertschöpfungspotentiale sind insbesondere die zu geringe Kooperation der kleinteilig strukturierten Unternehmen, fehlende plausible Mehrwertangebote und die starke Fokussierung auf den öffentlichen Bereich.

Aufgabe der Geoinformationswirtschaft ist deshalb, innovative und passfähige Angebote für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung zu entwickeln und zu vermarkten. Dazu braucht es Rahmenbedingungen.

Offene Geodateninfrastrukturen, die auf vereinbarten Standards und klaren "Verkehrsregeln" beruhen, verbessern die Verbindung zwischen Anbietern und Nutzern. Sie ermöglichen damit die Verteilung und Nutzung von Daten, Diensten und Anwendungen sowie die Entwicklung neuer Angebote, die tatsächlich einen Markt finden.

Als Beispiel dient das Projekt GEONETZ Datendienste, ein kooperatives Verfahren zur Bereitstellung und Pflege kommunaler Grunddaten durch regionale Versorger, Gemeinden und Ingenieurbüros.

Wenn ein Bürgermeister Ingenieur ist, meistert er Herausforderungen mit modernen Technologien - z. B. mit dem Borsdorfer Informationssystem BORIS (http://www.borsdorf-online.de/). Die Vorteile der Verknüpfung von Sachdaten mit grafischen Objekten liegen auf der Hand: elektronische Erfassung, Speicherung und Sachdatenabfrage, elektronische Auftragserteilung und -kontrolle, automatische Terminüberwachung bei Spielplatzkontrollen, Brückenprüfungen o.ä. Das Geoinformationssystem ist außerdem die Grundlage für die Erfassung und Bewertung des kommunalen Eigentums und damit für den Umstieg auf Doppik sowie für ein modernes Bürgerinformationssystem.

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