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Leipzig Charta

Die 'Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt'

Bereits am 27.04.07 hatte das Europäische Forum für Architekturpolitik (EFAP) Empfehlungen verabschiedet, auf denen die 'Leipzig Charta' aufbaute. Das EFAP stellt fest, dass Baukultur in einem umfassenden Sinn verstanden werden muss. Baukultur definiert das qualitative Verschmelzen aller technischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren der gebauten Umwelt. Im Einzelnen werden sechs Aussagen[1] der 'Leipzig Charta' konkretisiert:

  • 'Europa findet Stadt'

75 Prozent der Einwohner Europas leben in Städten. Diese Städte sind Kristallisationspunkte der europäischen Integration. Außerdem sind die Städte traditionell Orte für Forschung und Innovation - und damit für wirtschaftliches Wachstum. Es wird wieder verstärkt urbane und territoriale Dimension gefordert. Abstrakte Aussagen müssen wieder `räumlich´ werden.

  • 'Renaissance der Städte'

Die Charta spricht sich nachdrücklich für die Stärkung der Innenstadt aus. Eine Renaissance der Stadtkerne ist bereits erkennbar, was die Chance bietet, die 'kompakte europäische Stadt' zu stärken. Diese kompakte Form der Stadt, durch weniger Verkehr und weniger Flächenversiegelung auf der 'grünen Wiese', ist gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz.

  • 'Klimaschutz ist auch städtische Aufgabe'

Fast 75% des Weltenergieverbrauchs entfällt auf die Städte. Der Aspekt 'kurze Wege' und ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz sollten mehr Beachtung finden. CO2–Minimierung und Energieeffizienz der Gebäude bilden Kernelemente des Klimaschutzes.

  • 'Bürger mitnehmen'

Die gesellschaftliche Wertegemeinschaft und ihr Sozialraum müssen wieder konkreter werden, um somit glaubwürdig zu sein. Verstärkte Bemühungen zur Verhinderung sozialer Ausgrenzung sind Eckpfeiler der Wertegemeinschaft. Dieser Integrationsgedanke kann nur durch eine breite gesellschaftliche Akzeptanz umgesetzt werden. Zur Wahrung von Chancengleichheit gilt es vor allem, Bildungsangebote für Kinder und Jugendlichen zu schaffen und zu verbessern.

  • Die Stadt muss schön sein'

Baukulturelle Aspekte der Stadtentwicklung beeinflussen zunehmend den Standortwettbewerb. Baukultur ist nicht Luxus, sondern muss zum Selbstverständnis der Städte werden. Ihre bauliche Qualität wird künftig ein strukturpolitisches Instrument.

  • 'Gutes Regieren in der Stadt'

Partner einer zukunftsfähigen Stadtentwicklungspolitik ist einerseits die Zivilgesellschaft, andererseits die Wirtschaft. Partnerschaften zwischen der Stadt und der Stadtregion und einem entsprechenden Interessensausgleich sind unabdingbare Voraussetzung einer künftig erfolgreichen Stadt- und Regionalentwicklungspolitik.


[1] Geänderte od. ergänzte Textformulierungen aus `Hintergrundinformationen zur Leipzig - Charta´ des BMVBS

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