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Infrastruktur im ländlichen Raum

Infrastruktur und Straßennetze im ländlichen Raum

  • Bedeutung und Zukunft des ländlichen Raums

Das Landschaftsbild des ländlichen Raumes wird nicht nur durch Wald und Flur, sondern in starkem Maße auch von den ländlichen Siedlungsstrukturen geprägt. Viele kleine Siedlungseinheiten (Dörfer, Weiler, Einzelhöfe) mit überwiegend land- und forstwirtschaftlicher Struktur bilden im Verbund mit Unter- und Mittelzentren die Grundlage einer intakten Kulturlandschaft.

Mehr als 80% der Flächen der Bundesrepublik Deutschland werden von Land- und Forstwirtschaft genutzt. Deshalb muss neben anderen Maßnahmen, insbesondere die Verkehrserschließung durch bedarfsgerechte Wege gesichert sein. Dies ist auch Grundlage für eine Direktvermarktung, für den Erhalt klein- und mittelständische Betriebe, sowie für Fremdenverkehr und Tourismus.

  • Anforderungen an Straßennetze

Durch zunehmende Achslasten, Zugkräfte und Fahrgeschwindigkeiten sind die Anforderungen an ländliche Wege erheblich gewachsen und haben zu einem gestiegenen Bedarf an geeigneten Verkehrswegen geführt.

Auch ökologische Belange haben bei Anlage und der Unterhaltung der ländlichen Wege deutlich an Gewicht gewonnen. Die flächendeckende Gesamtplanung bietet die beste Möglichkeit, die Verbindungen zu den einzelnen Grundstücken über die ländlichen Wege (innere Erschließung)  und Gemeindestraßen bis zu überörtlichen Straßen (äußere Erschließung) ganzheitlich zu gestalten. Sie kann dabei auch wesentlich zur Entflechtung des Fußgänger- und Radverkehrs sowie des langsamen land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs vom übrigen, schnelleren Fahrverkehr des klassifizierten Straßennetzes beitragen.

Die ländlichen Wege und Straßen sollen gemeinsam mit den Gemeindestraßen ein systematisch aufgebautes, geschlossenes Verkehrsnetz bilden - verkehrssicher, umweltgerecht und wirtschaftlich und weitergehend auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Bewohner und Betriebe der ländlichen Regionen ausgerichtet sein.

  • Fazit:

Die Erhaltung und Stärkung der Land- und Forstwirtschaft stellen einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung des ländlichen Raumes und zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen dar.

Leitungsfähige, ökonomisch sinnvolle und unter Beachtung ökologischer Erfordernisse gestaltete Infrastruktursysteme wie Wegenetze, Innerortstraßen mit dörflich geprägten Entwurfsgrundsätzen in Siedlungen, zentrale und dezentrale Abwasserreinigungssysteme, öffentliche Wasserversorgungsanlagen usw. tragen zur Stärkung der Wirtschaftskraft bei und gewährleisten die Nachhaltigkeit der Landnutzung sowie die langfristige Sicherung ökologischer Funktionen, die die Lebensfähigkeit des ländlichen Raumes auch für nachfolgende Generationen garantiert.

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