Hauptinhalt

Staatspreis Ländliches Bauen

Die Preisträger des Sächsischen Staatspreises Ländliches Bauen 2026 stehen fest.

Staatsministerin Regina Kraushaar hat am 26. Juni 2026 in Graupa die besten Bauobjekte aus 96 Einreichungen in den Kategorien »Wohnen«, »Gewerbliche Nutzung«, »Öffentliche Nutzung« und »Multiple Nutzung« ausgezeichnet. Die Staatspreise gehen nach Schlegel, Schmilka, Adorf/Vogtland und Nerchau. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 5 000 Euro verbunden.

Ein großes saniertes Umgebindehaus, man sieht den hohen mit Holz verschalten Giebel, an dem außen ein rot-weißer Herrnhuter Stern hängt und die Längsseite mit dunklen Balken und weiß verputzten Gefachen, der Himmel ist bewölkt, rings um das Haus liegt ein
© Anett Krüger

Der Staatspreis in der Kategorie Wohnen geht an Caterina und Christoph Zimmermann zusammen mit ihrer Architektin Anett Krüger für die Sanierung eines Umgebindehauses in Schlegel im Landkreis Görlitz. Ausgezeichnet wird der sensible und durchdachte Umbau des jahrelang leerstehenden Umgebindehauses in der Ortsmitte zum Wohnhaus für eine junge fünfköpfige Familie. Die Jury hob hervor, dass beim Erhalt des Umgebindehauses erheblicher Aufwand betrieben werden musste und würdigte beispielhaft den wichtigen Beitrag, den die in ihre Heimat zurückkehrende Familien für die Entwicklung des ländlichen Raumes leisten können.

Ein schmales hohes hell verputztes Haus mit einem markanten großen runden Fenster im Gie-bel, daneben und dahinter je ein Haus, im Hintergrund erhebt sich ein bewaldeter Berghang, im Vordergrund ein Lattenzaun mit bunten Tassen auf jeder einzelnen Latte
© Ines Pöschmann-Panzer

In der Kategorie gewerbliche Nutzung wird Henrike Schoper für den Umbau und die Sanierung eines Ferienhauses in Schmilka im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge unter der Planung des Architekturbüros schoper.schoper prämiert. Das Ferienhaus, vom Architektenpaar »Fräulein Smilka« genannt, zeigt, wie mit viel Kreativität und handwerklichem Geschick aus einem extrem baufälligen Waldarbeiterhaus ein besonderes Ferienhaus mit zwei Apartments zur Vermietung entstehen kann. Nach Einschätzung der Jury verbindet das Objekt die gewerbliche Nutzung als Ferienhaus mit einem hervorragenden Willen zur außergewöhnlichen Gestaltung und setzt damit ein Beispiel für neue Arbeits- und Wertschöpfungsorte im ländlichen Raum.

Ein modernes Gebäude mit geschwungenem Betondach steht zwischen zwei Fachwerkhäu-sern an einer nach links abschüssigen Asphaltstraße, der Eingangsbereich ist hell erleuchtet
© Gustav Willeit

Der Staatspreis in der Kategorie öffentliche Nutzung geht an die Stadt Adorf im Vogtlandkreis und das Planungsbüro Schulz und Schulz aus Leipzig für das Erlebnismuseum »Perlmutter«. Durch die Verbindung historischer Bestandsbauten mit dem markanten Neubau des Museums entstand ein spektakulärer Museumskomplex, der die Altstadt aufwertet. Während die äußere Schale des Perlmuttermuseums durch die extravagante Dachform auffällt, werden im Inneren spannende Einblicke in das Leben der Flussperlmuschel im Vogtland und der Herstellung von Perlmutterwaren gewährt. Dabei wurden barrierefreie und klar gegliederte Zugänge zu den einzelnen Museumsräumen geschaffen.

das Innere einer Scheune mit einem Tonnengewölbe aus weißen Holzbrettern, der Blick wird auf ein großes rundes Fenster auf der Giebelseite gelenkt, in der linken Wand ist ein großes bodentiefes Fenster zu sehen, der Fußboden besteht aus hellen Fliesen, an
© Ines Pöschmann-Panzer

In der Kategorie multiple Nutzung wird die Ev. Luth. Kirchgemeinde Nerchau und der Baupfleger des Kirchenbezirks Leipziger Land, der Architekt Tilman Dorn für die Sanierung und Umbau der Pfarrscheune in Nerchau im Kreis Landkreis ausgezeichnet. Die völlig umgebaute Pfarrscheune erlaubt in ihrer Schlichtheit nicht nur die Nutzung als Trauerhalle; sie wird vielfältig von Vereinen, für Theater, Kino und andere Veranstaltungen, ja selbst als Übernachtungsmöglichkeit für Pilger und Radler in Anspruch genommen. Damit zeigt das Projekt, wie flexible Nutzungskonzepte helfen können, historische Gebäude dauerhaft zu erhalten und einen Ort der Begegnung und des Lebens aller Generationen zu schaffen.

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie:
Referat Ländliche Entwicklung
Pillnitzer Platz 3
01326 Dresden

Tel.: 0351 2612 2332
E-Mail: staatspreis-laendliches-bauen@smil.sachsen.de

Eindrücke von der Prämierungsveranstaltung am 26.06.2026 im Jagdschloss Graupa

zurück zum Seitenanfang